Karstadt Warenhaus
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Karstadt Angebote
Viele Deutsche verbinden Karstadt vor allem mit schönen Kindheitserinnerungen. Vor Weihnachten das Warenhaus nach Geschenken zu durchstöbern und zu träumen - das gehörte zum Heranwachsen einfach dazu. Schon vor der Abfahrt ins Kaufhaus wurde der Karstadt Prospekt sorgsam nach guten Angeboten durchsucht, um seine Eltern später zu überzeugen, dass diese eine Sache genau die richtige Überraschung zu Weihnachten wäre. Und so litten die Menschen mit, als Karstadt vor einigen Jahren mit der Insolvenz rang. Die Karstadt Angebote gehörten einfach zum Leben dazu.
Ein Blick zurück: Die Geschichte von Karstadt - eine Achterbahnfahrt
Karstadt wurde 1881 von Rudolph Karstadt in Wismar gegründet. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen in ganz Europa die Warenhäuser in Mode, in denen man, egal was man suchte, auch finden könnte. Das "Tuch-, Manufactur- und Confectionsgeschäft Karstadt" hatte so großen Erfolg, dass bereits nach kurzer Zeit 23 weitere Filialen in ganz Norddeutschland eröffnet wurden. 1912 eröffnete Karstadt das erste Großstadt-Warenhaus der deutschen Geschichte.
Der erste Weltkrieg bedeutete einen tiefen Einschnitt. Käufer waren ebenso wie Waren Mangel. Karstadt musste sein gesamtes Unternehmenskonzept neu aufstellen und wandelte sich sich deshalb bereits 1920 in eine Aktiengesellschaft um. Damals war die Warenhaus-Kette noch dicht am Puls der Zeit. Der Mut zum Schritt an die Börse wurde mit weiterem Wachstum belohnt. 1931 zählte Karstadt bereits 89 Filialen. Städte, die etwas auf sich hielten, so hieß es damals, könnten ihren Bürgern die Karstadt Angebote bieten. Das Unternehmen war sogar in der Lage, eigene Produktionsbetriebe zu erwerben, um sich von der Abhängigkeit von Zulieferern zu befreien. Karstadt war ein aufsteigender Gigant.
Der Zweite Weltkrieg veränderte alles. Das eigentlich ostdeutsche Unternehmen verlor alle Warenhäuser jenseits der Oder und Neiße. Aber auch die Besitzungen in der DDR wurden enteignet. Gerettet wurde Karstadt einzig durch das Wirtschaftswunder im Westen. Der Konzern begann, seine Kräfte langsam wieder zu sammeln und dann erneut zu expandieren. 1977 gelang sogar die Übernahme des Neckermann Versands. Karstadt wurde das größte deutsche Handelsunternehmen.
Nach der Wiedervereinigung wollte Karstadt weiter an seiner Marktmacht arbeiten und fusionierte dafür sogar mit Quelle. Die Mutterfirma Arcandor, zu der Karstadt durch die Fusion mittlerweile gehörte, traf die Entscheidung, die einheitliche Firmenstruktur aufzugeben, um durch kleinere Tochtergesellschaften die Geschäftsbereiche effizienter bewirtschaften und somit profitabel machen zu können. Andere Zweige, wie die Buch- oder Immobiliensparte wurden ganz abgegeben. Es half nicht. 2009 musste Karstadt aufgrund immenser Finanzierungsprobleme in die Insolvenz gehen. 2010 wurde die Warenhauskette an die Berggruen Holding verkauft.
Karstadt heute
Bislang hat sich der Karstadt Prospekt kaum sichtbar für die Kunden verändert. Wüsste man nicht um die schicksalshafte Geschichte dieses deutschen Unternehmens, würde man kaum glauben, wie kurz vor dem endgültigen Aus Karstadt stand. Das Unternehmen stützt seine Geschäftsfelder noch immer auf die Bereiche:
- Sport
- Wohnen und Haushalt
- Parfümerie und Pflege
- Mode
- Schmuck
- Wein & Genuss
- Gepäck
- Spielzeug
- Urlaub & Reisen
Es besteht Hoffnung, dass Karstadt mit den Filialen in bspw. Berlin, Hannover, Dresden oder Hamburg auch künftig ein Teil wertvoller Kindheits- und Erwachsenenerinnerungen sein wird.

















































































